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Gastbeitrag

Komplexe Regeln für das Nachtfliegen von Modellflugzeugen in Deutschland


04 November 2026

In Deutschland löst der nächtliche Betrieb von Modellflugzeugen eine Reihe von gesetzlichen Pflichten aus, die über die Standardanforderungen für den Tagflug hinausgehen. Nach geltenden Vorschriften müssen Betreiber von Modellflugzeugen, die nachts fliegen, spezielle Beleuchtungs-, Pilotenqualifikations- und Dokumentationsregeln einhalten. Diese strengen Bedingungen ergänzen die bestehenden Vorschriften darüber, wann eine Lizenz erforderlich ist.

Erlaubnispflichtige Tätigkeiten

Nachtflüge sind nicht der einzige Fall, der eine Genehmigungspflicht auslöst. Das Bundesportal stellt klar, dass neben Flügen mit Modellflugzeugen über 5 Kilogramm auch solche mit Raketenantrieb mit mehr als 20 Gramm Treibsatz oder Verbrennungsmotoren im Umkreis von 1,5 km zu Wohnbebauung der Genehmigungspflicht unterliegen.

Darüber hinaus muss ein nachts betriebenes Modellflugzeug während des gesamten Fluges mit Beleuchtung ausgestattet sein, die dem Piloten Sichtkontakt ermöglicht, einschließlich eines Navigationslichts, das eingeschaltet sein muss.

Der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) hat standardisierte Regeln für Modellflugzeuge festgelegt und erklärt, dass Nachtflüge nur auf dafür ausgewiesenen Modellflugplätzen und nur im Rahmen einer genehmigten Lizenz erlaubt sind.

Wie Behörden „Nacht“ definieren

Um zu verstehen, wann diese Nachtflugregeln gelten, ist die amtliche Definition entscheidend.

Die amtliche Bekanntmachung legt fest, dass die Nacht mit dem Ende der bürgerlichen Abenddämmerung beginnt und mit dem Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung endet. Das heißt, das Zentrum der Sonne muss 6° unter dem Horizont stehen, damit die Genehmigungs-, Beleuchtungs- und Dokumentationspflichten greifen.

Betriebliche und dokumentarische Pflichten

Zusätzlich zu den Lizenz- und Beleuchtungsanforderungen unterliegen Modellflüge bei Nacht strengen betrieblichen und Aufzeichnungspflichten. Das DMFV-Regelwerk schreibt vor, dass ein Pilot einen Schulungsnachweis vorlegen muss, um ein Modellflugzeug mit einer Startmasse über 2 kg oder in Höhen über 100 m über Grund zu betreiben.

Diese Schulung umfasst Fragen zu Handhabung und sicherem Betrieb, Grundlagen des Luftrechts und örtliche Luftraumregelungen, wobei Kenntnisse dieser Konzepte nachgewiesen werden müssen. Nach Abschluss muss der Pilot in einem Test 80% erreichen. Der Einstieg in das verbandsbasierte geregelte Modellflugsystem ist der primäre Weg für diese Form der Ausbildung.

Neben den personenbezogenen Qualifikationen schafft das Regelwerk auch eine Dokumentationspflicht. Ein Modellflug-Logbuch, das elektronisch geführt werden darf, muss chronologisch für jedes Kalenderjahr geführt werden. Es muss Datum und Start-/Endzeit jedes Betriebstags enthalten sowie den vollständigen Namen des Piloten, den genutzten Funkkanal oder Frequenzbereich, die Startmassenkategorie, die Antriebsart sowie die Start- und Landezeiten.

Verbandsmitglieder müssen diese Aufzeichnungen mindestens 12 Monate nach Ablauf des Betriebsjahres aufbewahren.

Umfang und rechtlicher Rahmen der Regeln

Wenn Mitglieder der Modellflug-Community diesen Pflichten unterliegen, können sie sicher sein, dass diese strengen Anforderungen auf einer spezifischen Rechtsgrundlage beruhen.

Die verbandsbasierten Modellflugregeln, festgelegt in der Luftverkehrs-Ordnung unter § 21a LuftVO, bilden den deutschen Rechtsrahmen, wobei der DMFV als zuständige Organisation fungiert.

Die Modellflugregeln stützen sich auf spezifische amtliche Quellen: das Bundesportal, Landesbehörden, die Bundesluftfahrtbehörde und den DMFV, die alle gesetzlich legitimiert sind.

Dieser Beitrag wurde als Platzierung veröffentlicht und gibt die Sicht der Autorin oder des Autors wieder.