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Fliegen "auf der grünen Wiese"

Einsteigern und Anfängern wird hier mit Rat und Tat beiseite gestanden

Fliegen "auf der grünen Wiese"

Beitrag #1 von RotMilan » 25.06.2019 09:56:39

Hallo zusammen,
es bietet sich bei mir aufgrund der örtlichen Nähe an "auf der grünen Wiese" (wie es der DMFV nennt - oder vielleicht auch ganz offiziell heißt) zu fliegen.
rechtlich gesehen bin ich mir noch nicht ganz einig. Der DMFV schreibt:

"Sind keine Wohngrundstücke betroffen, so ist lediglich das Einverständnis des Grundstückseigentümers des Grundstücks, von dem aus gestartet oder auf dessen Grundstück gelandet wird, erforderlich."
Eigentlich wollte ich das jetzt im Detail beschreiben, wo ich fliege, aber ich denke das führt zu weit und ist auch für andere dann leichter anwendbar, wenn ich das allgemein Formuliere.

Ich starte also auf einem Fußweg/Straße/Parkweg, und fliege (was ja nach obiger Aussage egal sein müsste) über einem öffentlichen Gelände welches der Stadt gehört und für die Öffentlichkeit freigegeben ist - sowas wie ein Park oder öffentlicher Wiese, Fußballplatz, Basketballplatz...
Je nach Lust und Laune starte ich natürlich auch auf dem Gelände selbst oder lande dort (freiwillig oder unfreiwillig) :angel4:
Muss ich da jetzt bei der Stadt nachfragen? Reicht ein "ja" vom Bürgermeister, oder muss ich zum Ordnungsamt?... :dontknow:

Natürlich fliege ich nur im Abstand zu Menschen! Und auch nur mit einem Mini-heli (Rotordurchmesser ca. 250 mm). Nur, falls sich für den ein oder anderen die Frage nach der Verantwortung stellt - da denke ich, passt alles. Wenn Autos oder Leute in der Nähe vorbei kommen - vor allem hinter mir, wo ich es nicht einsehen kann, oder die Richtung in die ich fliege - dann lande ich in der Regel oder fliege bewußt im Abstand.

Also für mich sind jetzt die Erfahrungen und Erkenntnisse bzgl. dem "Wildfliegen" im Park und ähnlichem interessant.

LG
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Re: Fliegen "auf der grünen Wiese"

Beitrag #2 von Husi » 25.06.2019 23:10:47

Moin moin,

wenn du hier öffentlich fragst, muß man auch öffentlich Antworten. :blackeye:
Via Telefon, PN etc. kann man auch direkter reden...
RotMilan hat geschrieben:Der DMFV schreibt: "Sind keine Wohngrundstücke betroffen, so ist lediglich das Einverständnis des Grundstückseigentümers des Grundstücks, von dem aus gestartet oder auf dessen Grundstück gelandet wird, erforderlich."

RotMilan hat geschrieben:Ich starte also auf einem Fußweg/Straße/Parkweg, ...

Eine Straße ich ganz bestimmt keine grüne Wiese und du glaubst doch nicht, das du eine Einverständnis-Erklärung (schriftlich) bekommst, in der du mit einem Flugmodell in den Straßenverkehr eingreifen darfst. Das ist meine Antwort auf deine öffentlich gestellte Frage.
RotMilan hat geschrieben:und fliege ... über einem öffentlichen Gelände welches der Stadt gehört und ...

Darum geht es erst in zweiter Linie. Auf einer Straße darfst du nicht starten und damit kannst du nirgendwo "düber" fliegen, weil du gar nicht in die Luft kommst.

RotMilan hat geschrieben:Also für mich sind jetzt die Erfahrungen und Erkenntnisse bzgl. dem "Wildfliegen" im Park und ähnlichem interessant.

Meine Erfahrungen sind (aus der Zeit, als die Gesetze noch nicht so scharf waren, bzw. das Thema in der Bevölkerung eher positiv besetzt war) sind die:
Es kommt immer unerwartet ein Gassi-Gänger um die Ecke, wenn man es nicht erwartet bzw. wenn es denkbar ungünstig ist. Natürlich ist der Hund nicht angeleint, reagiert bellend teils aggressiv auf das brummende unbekannte Ding in der Luft.

Erlebt habe ich folgendes mit einem Freund auf einer großen Wiese.
Er flog damals einen 500er und kurz bevor er landen wollte (Akku leer) rannte ein Hund unter dem Heli herum und versuchte das "Ding" zu schnappen. Der Hund (rechtlich eine "Sache") lebt nur noch, weil ich hingerannt bin und ihn verjagt habe, damit mein Freund landen konnte...
So etwas prägt. :(
Die Hunde-Herrchen kappieren nicht was da passiert und können die Gefahr überhaupt nicht einschätzen: Der will doch nur spielen... => Das rotierende Messer / Rotorblatt doch auch...

Viele Grüße
Mirko
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Re: Fliegen "auf der grünen Wiese"

Beitrag #3 von RotMilan » 26.06.2019 09:09:48

Hallo Mirko,

vielen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort.

Ich werde davon noch mal ein paar Sachen herausgreifen.

Du hast außerdem auch sehr konkret auf meinen Fall geantwortet - mich würde aber schon auch mal noch allgemeiner interessieren, wie das mit öffentlichen Plätzen, die Parks ähneln, ist. Natürlich solche wo man auch ruhigen Gewissens sagen kann, dass man nicht in der Nähe einer Menschenansammlung fliegt.


Husi hat geschrieben:
RotMilan hat geschrieben:und fliege ... über einem öffentlichen Gelände welches der Stadt gehört und ...

Darum geht es erst in zweiter Linie. Auf einer Straße darfst du nicht starten und damit kannst du nirgendwo "düber" fliegen, weil du gar nicht in die Luft kommst.


Nein, darum geht es in erster Linie auch, ich kann ja auch auf dem öffentlichen Gelände direkt starten.

Husi hat geschrieben:Es kommt immer unerwartet ein Gassi-Gänger um die Ecke, wenn man es nicht erwartet bzw. wenn es denkbar ungünstig ist. Natürlich ist der Hund nicht angeleint, reagiert bellend teils aggressiv auf das brummende unbekannte Ding in der Luft.


Bis jetzt habe ich diese Erfahrung noch nicht gemacht, dass Hunde spielend oder aggressiv waren. Ich stelle mich auch immer so auf, dass von hinten niemand kommen kann, von daher sehe ich relativ frühzeitig wenn sich jemand nähert. Wenn also jemand mit Hund kommt, lande ich in der Regel sofort, oder ich fliege weiter weg. Das kleine Ding wird ja in 50 m Entfernung und 30 m höhe nicht mehr als Hundespielzeug wahrgenommen...
Aber wie gesagt, in der Regel lande ich vorher.
Gestern hat mal ne Katze ganz interessiert geschaut :cat:

Husi hat geschrieben:Das rotierende Messer / Rotorblatt doch auch...


Sowas ist natürlich blöd. Aber in meinem Fall - mit einem 250er ist die Gefahr für den Heli größer als für den Hund - und wenn ich genügend Zeit zum nachdenken habe, dann kann ich ganz kontrolliert in 1m Höhe, oder wenn erforderlich, auch 2m, einfach den Motor ausschalten, Pitch geben und die Blätter haben sofort jegliche Energie verloren.

Im Übrigen hatte ich auch schon Hundehalter, die mich gebeten haben wieder zu starten, worauf ich dann auch mit einer Warnung reagiert habe. Nachdem der Hundehalter aber meinte das ist ok, habe ich das getan, und der Hund war sichtlich desinteressiert :-))
Aber gut zu wissen, dass es diese Erfahrungen auch gibt.

Husi hat geschrieben:wenn du hier öffentlich fragst, muß man auch öffentlich Antworten. :blackeye:
Via Telefon, PN etc. kann man auch direkter reden...


Warum? Steht das in den Forenregeln? :letter:
Ich gebe Dir (und jedem anderen auch) hiermit die offizielle Erlaubnis mich auch (zusätzlich, oder nur) direkt anschreiben zu dürfen. :king:
Ich hätte ja auch nicht gewusst, wen ich direkt anschreiben kann. Und natürlich wollte ich auch, dass andere von den Antworten profitieren können. Außerdem versuche ich schon mich korrekt zu verhalten und will daher schon wissen was rechtlich Sache ist. Zumal sich so viel geändert hat in den letzten Jahren ist es schwer veraltete und aktuelle Informationen auseinander zu halten.

Dazu vielleicht auch noch mal schnell die Frage: Man hat mir zum Abklären schon das Ordnungsamt genannt - inzwischen habe ich in einem Post eines anderen Forums gelesen, dass ein stellvertretender Bürgermeister solche erlaubnisse auch schon gegeben hat. Was ist eure Erfahrung - wer gibt so eine Erlaubnis für einen öffentlichen Platz der Stadt?

Liebe Grüße
Roter Milan
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